Ich also auf einer dreitägigen Tour durchs Outback. Da die Entfernungen zwischen den einzelnen Orten riesig sind saßen wir dir meiste Zeit im Bus, was jedoch nicht wirklich schlimm war. Nach recht anstrengenden Wanderungen ist es immer wieder entspannend für eine gewisse Zeit zu sitzen.
Am ersten Tag ging es von Alice Springs zum Kings Canyon.
Im Kings Canyon haben wir eine 6 Kilometer langen Walk gemacht. Der Weg führte an am Rand des Canyons entlang, man hatte also eine sehr gute Sicht auf den Canyon selber und die Landschaft drum herum.
Angefangen hat der Weg mit einer Steigung die als Herzinfackthügel bekannt ist. Das hört sich nicht gerade einladend an und war auch nicht unbedingt einfach. Es wurde einfacher durch die Tatsache das der Anstieg in drei Etappen geteilt war. Somit gab es immer etwas wo man kurz lufthohlen konnte. Von oben hatte man einen unglaublichen Ausblick auf die umgebende Landschaft. Für viele Kilometer konnte man nichts außer ebenes Land, welches mit Bäumen bewachsen war, sehen. Es war schon echt beeindruckend.
Wir sind also so am Canyon entlang gelaufen und hier und da hat unser Guide uns etwas über den ein oder anderen Ort etwas erzählt. Auch die Pflanzen wurden nicht ausgelassen und ich muss sagen einige von denen haben schon einen sehr interessanten nutzen. Die Natur ist schon echt beeindruckend.
Während wir also so da lang gelaufen sind haben wir immer wieder verschiedene Farben des Gesteins gesehen. Das hing davon ab wie lange der Sandstein schon dem Sonnenlicht ausgesetzt ist, dementsprechend verfärbt er sich nämlich. Auch die Gesteinsformationen waren echt cool. Plattformen und kleine Türme, Tische und was nicht noch alles. Die meisten Teile des Canyons waren trocken, die Pflanzen konnten jedoch einfach oben auf dem Canyon wachsen, da es eine permanente Wasserquelle gab. Nach ungefähr der Hälfte des Weges haben wir diese Quelle dann erreicht. Durch einen der Canyons floss eine art Bach. Die Gegend um den Bach wird auch als 'Garden Eden' bezeichnet. Bitte fragt mich nicht wieso, ich kann diese Frage nicht beantworten.
Wir sind ungefähr drei Stunden durch den Canyon gelaufen.
Vom Canyon aus ging es, mit Stop für Lunch und dem sammle von Holz fürs Lagerfeuer, zum Camp gefahren.
Das Camp war eigentlich nicht mehr als ein Steinkreis fürs Lagerfeuer und einem Blechdach wo man sich unterstellen könnte wenn es regnet. Aber schon echt cool. Sobald wir also angekommen sind haben wir dafür gesorgt das das Lagerfeuer in gang kommt, damit wir uns wärmen können. Außerdem haben wir unsere SWAG'S ausgebreitet.
Was ist ein SWAG?
Ein SWAG oder auch Ossibredroll, ist eine Mischung aus Zelt, Isomatte, Decke und
Schlafsack. Damit einem darin auf keine Fall kalt ist, braucht man noch einen normalen
Schlafsack. Das Gesicht ist im freien, so das man die Sterne am Himmel sehen kann. Der Rest
des Körpers ist im SWAG eingepackt. Wenn man sich unsicher ist, also mit dem Kopf unter
freiem Himmel zu schlafen, dann hat man die Möglichkeit eine Art Deckel über den Kopf zu
legen, so währe der dann auch geschützt. Man hat vielleicht am Anfang so seine Bedenken
ob so ein SWAG war genug sein wird. Sobald man dann drinnen liegt ist jeder Zweifel
vergessen. Denn in einem SWAG wird man unter keine Umständen frieren.
Am Zweiten Tag ging es früh raus. Nachdem wir alles zusammengepackt hatten und fertig waren mit frühstücken haben wir uns auf den Weg gemacht. Das Ziel für den zweiten Tag war Kata Tjuta und der Uluru. Bevor wir jedoch dort hin sind haben wir noch halt im Camp für die zweite Nacht gemacht. Dort hatten wir dann eine halbe Stunde um uns frisch zu machen.
Alle fertig ging es los zum Kata Tjuta Nationalpark. Den Uluru haben wir zwar schon vom weiten gesehen, aber das erste Ziel war der Kata Tjuta.
Der Kata Tjuta ist eine Gesteinsformation die aus 36 Bergen besteht. Der höchste von ihnen ist 1069 Meter hoch, wobei nur 564 Meter davon über der Erde liegen. Die die Anangu's, der Stamm welcher in der Gegend lebt, nutzt den Kata Tjuta immer noch für Rituale. Aus diesem Grund ist die Gegend nur Begrenzt zugänglich.
Wir haben am Kata Tjuta eine 7 Kilometer langen Walk gemacht. Er hat uns durch das sogenannte 'Valley of the Winds' geführt. Man hatte eine super Aussicht auf die Umgebung, nichts als unendliche Weiten. Auch wenn der Uluru nur 30 Kilometer entfernt ist konnte man ihn nicht sehen.
Der Weg war echt gut und man konnte viele coole Sachen in den Felsen sehen. Leider hat es für eine kurze Zeit geregnet, das hat uns aber nicht runter gezogen oder davon abgehalten weiter zu laufen.
Nach einem kurzen Lunch, zur Stärkung, ging es weiter zum Uluru. Da wir nicht mehr allzu viel Zeit übrig hatten haben wir nur einen kleine Spaziergang für 2 Kilometer gemacht. Der Weg um den ganzen Uluru ist ungefähr 10 Kilometer lang. Auf dem Weg hat unser Guide uns die Bedeutung der Geschichten und Legenden der Aboriginis erklärt.
"Die Legenden sind als Kinogeschichten verpackt, ein bisschen wie unsere Märchen. Wenn man, durch das älter werden einen gewichen Grand an Wissen erreicht hat, wurden einem weitere Teile der Geschichten erzählt, um diese als Richtlinien verstehen zu können.
Im großen und ganzen sind diese Geschichten dafür da um den Menschen zu helfen mit einander zu leben und durch die gebiete von anderen Stämmen zu reisen ohne sie zu verletzen oder in Gefahr zu bringen. So etwas ist nicht unbedingt einfach, denn oft wurde/wird nicht die gleiche Sprache gesprochen und gemeinsame Gesetze gab es schon gar nicht. Alles an was sich also halten konnte waren diese Geschichten. Oftmals fingen sie im Gebiet eines Stammes an und gingen in Gebieten von anderen Stämmen weiter. Somit kannte jeder seinen Teil der Geschichte und es war einfacher miteinander zu kommunizieren und danach zu leben."
Viel Zeit hatten wir nicht, da wir auf jeden Fall eine Stunde vor Sonnenuntergang am Parkplatz für den Sonnenuntergang sein wollten und sollten. Wir haben es zwar geschafft, eigentlich hätten wir es uns aber sparen können. Der Himmel war so voller Wolken das die untergehende Sonne es nicht geschafft hat sie zu durchdringen und somit konnten wir keine Farbwechsel des Ulurus bewundern. Ich finde das sehr schade, denn ich hätte das echt mehr als gerne gesehen. So viel guten habe ich davon schon gehört und ich habe mich so sehr darauf gefreut. Es war schon echt ein bisschen enttäuschend.
Sobald die Sonne ganz untergegangen war und wir alles, vom Abendbrot, abgewaschen und wieder eingepackt hatten ging es zurück zum Camp. Dort haben sich einige sofort schlafen gelegt andere haben noch zusammen gestanden und sich einfach einen netten Abend gemacht.
Am dritten und letzten Tag ging es noch schnell los als am zweiten. Alles wurde eingepackt und es gab nicht mahl Frühstück vor der Abfahrt. Der Grund dafür war, das wir vor Sonnenaufgang wieder im Park sein wollten. Wir sind wider zum gleichen Parkplatz wie am Abend zuvor gefahren. Ich hatte nicht gerade das beste Gefühl bei der Sache, vor allem weil alle anderen Autos deutlich weiter rechts, von uns aus, standen. Ich sollte recht behalten. Die Sonne ging ebene nicht hinter dem Uluru auf, sondern ein paar Kilometer links davon. Ich habe gehofft das wir wenigstens den Sonnenaufgang hinter dem Uluru sehen werden, wenn wir schon nicht den atemberaubenden Sonnenuntergang sehen konnten. Nein, das konnte wir aber nicht da man auf dem anderen Parkplatz nicht essen konnte. Was soll das denn bitte für ein Grund sein? Denn habe ich ja nun mal echt nicht verstanden. War aber nun mal nicht zu ändern. Also konnte ich weder den Sonnenaufgang noch den Sonnenuntergang am Uluru wirklich sehen.
Jetzt habe ich jedenfalls eine Grund zurück zu kommen, einmal in meinem Leben muss ich das gesehen haben.
Unser letzter, richtiger, Stop war am Wanderweg um den Uluru. Für den letzten Tag waren die verbliebenen acht Kilometer angesagt. Da der Weg dieses Mal einfach nur flach war haben wir das recht schnell geschafft.
Ich muss sagen der Uluru ist einfach nu beeindruckend. Anders kann man ihn einfach nicht beschreiben. Er ist nicht, wie die meisten Bilder vermuten lassen, rechteckig. Eigentlich kann man ihn keiner geometrischen Form zuordnen. Hinter jeder Ecke und jeder Kurve verbiegt sich etwas neues, etwas das ganz anders aussieht als das vorangegangene. Nichts ist gleich, es gibt immer etwas neues zu entdecken. Man kann ihn eigentlich kaum mit Worten beschreiben, man muss ihn mit eigenen Augen gesehen haben um es zu glauben. Während des Laufens sind wir aus dem staunen nicht mehr rausgekommen, wie denn auch? Er ist einfach einzigartig.
Am Ende unseres Wegs haben wir dann die Klettervorrichtung gefunden. Als wir am Tag zuvor da waren, war sie geschlossen, an diesem Tag war sie offen. Unser Guide hat uns zwar erzählt das ungefähr 25% aller Besucher auf den Uluru klettre, glauben konnten wir es jedoch nicht. Zumindest nicht bis zu diesem Moment. Es befanden sich bestimmt über dreißig Menschen auf dem Uluru und waren dabei ihn zu beteigen. Sie liefen da hoch wie so eine gigantische Raupe, schwer zu verstehen. Ich würde es nie machen, es ist zwar erlaubt aber die Anangu Menschen bitten darum es nicht zu tun, da es ein heiliger Ort für sie ist. Für mich hat es etwas mit Respekt zu tun dieser Bitte nachzukommen. Naja, am Ende muss es jeder für sich selber entscheiden.
Von da ging es dann zurück nach Alice Springs, nur noch mit zwei kleine aber nicht wirklich nennenswerten Stops.
Somit waren drei Tage und eine wunderbare Tour zu Ende. Ich konnte es kaum glauben. Locker hätte ich mit allen noch länger durch die Gegend fahren können.
Am besten auf der Tour hat mir der Uluru gefallen und das mit abstand. Meiner Meinung nach war er am abwechslungsreichsten und man konnte mit Abstand am meisten entdecken. Ich würde jeder Zeit wieder dort hinfahren.
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