Der TransAlpin Train verbindet Christchurch, an der
Ostküste, mit Greymouth, an der Westküste.
Von Christchurch aus fährt man erst mal durch eine recht
flache Landschaft. Nur hier und da sind ein paar Hügel zu sehen.
Nach etwa einer Stunde im Zug kommen die ersten Berge in
Sicht, dies sind die Ausläufer der südlichen Alpen (ja so heißen die).
Dann sind wir in die Berge gefahren und der Blick hat sich
komplett verändert.
In den südlichen Alpen war das Bild von Bergen und Tälern
geprägt, was auch sonst. Die ganze Fahrt lang wurden wir von oder haben wir
einen Fluss begleitet.
Am Anfang befand sich der größte Teil der Landschaft auf der
rechten Seite des Zuges. Später hat sich das ausgeglichen.
Die Strecke des TransAlpin Zuges gehört zu einer der
schönsten auf der ganzen Welt (laut der Werbung). Natürlich will man da Fotos
machen. Vom Sitzt aus geht das schon, aber man hat immer die Spiegelungen und
den Schmutz mit im Foto. Schnell habe ich bemerkt das einige der Passagiere
noch einen Wagon weiter vorne sind. Da ich gerne den Grund wissen wollte bin
auch ich dort hingegangen. Was ich dort dann gesehen habe hätte ich mir nicht
träumen lassen können. Ich befand mich in einem Wagon der weder Sitze noch
Fenster hatte. Die Öffnungen für die Fenster waren da, aber es war kein Glas
eingelassen. In diesem Wagon hatte man eine ungehinderte Aussicht auf die
Landschaft. Ich muss sagen das ist schon echt clever.
Je tiefer wir in die Berge gefahren sind, desto schöner
wurde die Landschaft. Leider hat es irgendwann angefangen zu regnen und man
konnte die Landschaft nur noch durch einen grauen Schleier sehen. Obwohl der
Schleier aus Regen vieles der Landschaft in grau getaucht hat konnte man immer
noch eine atemberaubende Landschaft sehen, nur mit den Fotos hat es dann nicht
mehr so funktioniert.
Je weiter wir in die Berge reingefahren sind, desto höher
sind wir auch gekommen. Dann waren wir am Arthurs Pass, der höchste Punkt der
Reise. Dort hat es nicht mehr wirklich geregnet, dort hat es geschneit. Mein
erster Schnee in Neuseeland.
Es gab auch die ein oder andere etwas lustige Situation in
dem Wagon ohne Fensterscheiben.
Aufgrund der Geschwindigkeit des Zuges musste man mit dem
schießen von Fotos recht schnell sein. Erschwerend kamen noch die Tunnel hinzu.
Manchmal kamen sie in größeren Abständen, manchmal aber auch in einem Abstand
von vielleicht nur einer Minute oder so. Alle hatte ihre Kameras im Anschlag um
gute Fotos zu bekommen. Sie sind dann zurückgeschreckt sobald wir uns wieder in
einem Tunnel befanden.
Manche haben sich daraus einen Spaß gemacht und immer
„Jetzt! Jetzt!“ gerufen wenn wieder Fotos gemacht werden konnten.
Die Fahrt hat sich zu 100% gelohnt. Sie war zwar teuer, aber
ihr Geld wert. Ohne sie hätte ich diese Landschaft nie gesehen. Natürlich währe
sie ohne Regen noch viel schöner gewesen, aber muss man denn alles haben?
Manchmal ja und manchmal nein. Ich würde die Strecke auf jeden Fall noch mal
fahren und zwar egal ob mit dem Zug oder dem Auto.
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