Mittwoch, 23. April 2014

Mitai Maori Village


Nachdem ich aus dem Thermal Park zurück im Hostel war habe ich mich entschieden am Abend zu einem der zwei Maori Villages in Rotorua zu fahren. Also habe ich die Tour an der Rezeption gebucht.

Um viertel vor fünf wurde ich mit noch ein paar Anderem am Hostel abgeholt. Zusammen ging es dann zum Village.
Dort angekommen wurden wir unseren Tischen für das spätere Essen zugewiesen. Bevor wir ins Dorf gegangen sind wurden wir natürlich erst mal begrüßt, jede vertretene Nation wurde einzeln aufgerufen.
Kurz vor dem Losgehen musste sich noch ein Man dazu bereit erklären der sogenannte Chef, als der Anführer zu sein. Er hatte die Aufgabe später eine Rede vor dem Anführer des Dorfes zu halten. Als das dann geklärt war ging es los.
Das erste was wir zu sehen bekommen haben war unser späteres Essen. Es war schon gegen halb 6 als wir da waren und gekocht hat es schon seit 2 Uhr Nachmittags. Nachdem das dann erledigt war mussten wir ein kleines Lied aus Maorisch lernen, mit welchem wir später die Rede unseres Anführers unterstützen sollten. Im Anschluss daran sind wir dann ins Dorf gegangen.
Der erste Weg führte uns zum Fluss auf welchem die Männer des Dorfes singend in einem Boot vorgefahren sind. Es war eine echt cool.
Danach ging es dann sozusagen zum Hauptplatz des Dorfes. Dort waren Stühle für die Besucher aufgebaut.
Die Männer und Frauen haben gesungen und getanzt. Dann kam die Rede unseres Anführers und unser Gesang. Natürlich wurde beides vom Häuptling als gut empfunden.
Als das dann erledigt war wurden uns ein paar wichtige Sachen über die Kultur der Maoris erzählt. Sie haben uns Spiel, Instrumente und Waffen gezeigt. Zu all diesen Sachen wurde uns auch immer der maorische Name genannt, leider konnte ich mir keinen einzelnen merken.
Es war aber super interessant das alles mal zu erfahren.
Natürlich haben sie uns auch den Haka gezeigt, aber nicht irgendeinen sondern den ihres Stammes. Bei den Marois hat nämlich jeder Stamm seinen eigenen Haka. Früher war der Haka der Kriegstanz, Heute wird er aber meistens nur noch zu besonderen Anlässen oder um jemanden zu ehren getanzt.
Ich habe ja schon mal den Haka der All Blacks gesehen, also im Fernseher, aber der Haka von der Mitai Familie war komplett anders.

Mit dem Haka war dann die Vorstellung abgeschlossen und wir wurden wieder zurück ins Zelt gebracht. Dort war dann alles fürs Essen aufgebaut.
Wir haben ein traditionelles Hangi Essen bekommen. Dieses spezielle Essen wird in Boden zubereitet, also über heißen Steinen.
Das Essen war so was von lecker, das beste Essen was ich bis jetzt in Neuseland gegessen habe.
Die Kartoffeln waren weich und das Fleisch ganz zwar. Am besten war aber der Kumera, er zerfiel richtig und war einfach nur richtig süß.
Alle an meinem Tisch haben mehr gegessen als sie konnten, es war einfach zu gut. Wie gut es war kann man mit Wirten eigentlich nicht beschreiben.

Nach dem Essen waren wir alle voll und träge, aber der Abend war noch nicht vorbei.
Wir wurden in zwei Gruppen eingeteilt und sind im dunkeln noch mal durchs Dorf, also den Walt in dem das Dorf liegt, gelaufen. Auf dem Weg wurde uns erklärt welche Bäume wir sehen können und wozu die einzelnen benutzt werden.
Manche waren dafür da Waffen herzustellen, andere um essen aufzubewahren, wieder andere um das Dach der Häuser zu bedecken. Auch der Baum, aus welchem Holz die ganzen Schnitzereien sind, wurde uns gezeigt.
In dem Wald standen auch zwei Hütten, welche wir uns von Außen angesehen haben. Zu diesen Hütten haben wir erfahren wie sie gebaut wurden und wie die Familie sich vor Feinden geschützt hat.
Zum einen waren die Türen so klein und niedrig das immer nur eine Person durch kriechen konnte. Des weiteren gab es hinter den Häusern rinnen durch die Frauen und Kinder wegrennen konnten. Außerdem konnte man die Häuser, auch wen sie nur aus Holz und Blättern bestehen, nicht anzünden. Die Blätter die für das Dach verwendet werden saugen sich mit Wasser voll und sind somit nicht mehr endzündbar.
In einem Haus können bis zu 10 Menschen schlafen, da ich es nicht von innen und auch nur bei Nacht gesehen habe kann ich das nicht beurteilen.
Dann ging es weiter zu letzten Station unserer kleine Wanderung. Den Glühwürmchen. Es waren nicht viele und einfach zu sehen waren sie deshalb auch nicht.
Auch die Glühwürmchen haben eine Bedeutung bei den Maoris. Sie sind das Auge oder die Verbindung zu den Toten.
Als letztes wurde uns noch dar Teich gezeigt, aus welchem das Dorf sein Wasser bezieht. Der Teich ist unglaublich klar und sauber. Man kann konnte nicht im geringsten Sagen wo die Luft aufhört und das Wasser anfängt.

Danach ging es zurück zu den Busen und somit war der Abend zu Ende

Ich bin echt froh das gemacht zu haben, denn so hatte ich die Chance ein bisschen was über die Kultur der Maoris zu erfahren. Immerhin befinde ich mich grade in ihrem Land. Es ist eine sehr interessante Kultur mit vielen interessanten Ansichten.
















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