Chris hat mich am Donnerstag Nachmittag um kurz nach 5 bei mir zu Hause abgeholt. Leider war er früher da als ich erwartet habe und so war ich noch am arbeiten. Er hat sich dann bereit erklärt mir noch kurz zu helfen und so war ich dann schneller fertig. Wir haben uns aber noch kurz mit meiner Gastmutter unterhalten bevor wir losgefahren sind. Bevor wir jedoch los konnten habe ich festgestellt, dass ich an diesem Tag besonders unorganisiert war und habe somit fast mein Handy zu Hause vergessen. Mir ist es jedoch noch eingefallen bevor wir losgefahren sind und so bin ich noch mal schnell zurück in Haus um es zu holen. Dann hatten wir alles und so gegen halb 6, viertel vor 6 sind wir dann los gefahren.
Wir sind nicht direkt nach Taupo gefahren, sondern haben noch einen kurzen Abstecher nach Palmerston North gemacht um uns etwas zu Essen zu kaufen. Insgesamt hat und dieser Abstecher etwas mehr als eine Stunde gekostet. Nach dem wir eingekauft hatten und ein schnelles Abendbrot verspeist sind wir wieder in Richtung Taupo aufgebrochen.
Die meiste Zeit der Strecke waren wir vollkommen alleine den in der Gegend gibt es außer ein paar kleine Häuseransammlungen nicht viel. Die Straßen sind deshalb auch nicht im geringsten beleuchtet und deshalb braucht man recht gute Scheinwerfer. Jedoch hat es bei unserem Auto genau an denen ein bisschen gehapert. Das Fernlicht hat super funktioniert, jedoch haben die normalen Scheinwerfer mehr nach unten als auf die Fahrbahn geleuchtet. Man hat sich jedoch dran gewähnt und dann war auch das kein Problem mehr.
Als wir in das Gebiert das Tongariro National Parks gefahren sind wurden wir immer wieder von plötzlich auftauchenden Nebelfeldern überrascht, bei denen man keine 50 Meter weit gucken konnte. Diese wahren jedoch immer nicht sehr lang und da die Straße, wie gesagt lehr wahr, gab es auch keine Bedenken.
Gegen viertel nach 11 sind wir dann in unserem Hostel in Turangi, 40 Minuten von Taupo entfernt, angekommen. Die Rezeption sollte laut Beschreibung bis halb 12 aufhaben, also waren wir guter dinge. Jedoch als wir bei der Rezeption waren hatte diese schon zu und niemand hat auf unser klingeln geantwortet. Wir haben dann ein paar Leute gefragt die draußen auf dem Platz gesessen haben und die haben uns dann erst mal beim Suchen nach dem Besitzer geholfen. Als wir ihn aber nicht finden konnten meinten die das wir uns einfach in eines der offenen und lehren Zimmer legen sollen und es dann vielleicht am morgen noch mal probieren. Wie wir deutschen jedoch sind haben Chris und ich noch unsere letzte Möglichkeit genutzt und die Nummer auf unserer Reservierung angerufen und da ging dann auch wirklich jemand ans Telefon. Innerhalb von einer Minuten war der Besitzer, oder was auch immer der Typ genau war, bei uns und hat uns ein Zimmer für eine Nacht zugewiesen. Obwohl wir einfach nur zwei Betten in einem Schlafsaal gebucht haben wurde uns ein Zweibettzimmer gegeben da wir erst so spät in der Nacht angekommen sind. Wir haben dann bezahlt und sind zu unserem Zimmer gegangen.
Um ganz ehrlich zu sein fand ich den Typen ein bisschen seltsam. Es ist schwer zu beschreiben weshalb, aber ich hatte ein bisschen das Gefühl das er nicht genau wusste was wir von ihm wollten. Außerdem hatte er auch nicht wirklich einen überblick über all die Zimmer und so weiter und so fort. Aber ich habe mich vom ersten Moment an nicht wirklich wohl gefühlt.
An dem Abend haben wir nichts mehr gemacht. Wir habe und einfach nur noch fertig gemacht und sind dann ins Bett. Wir haben und noch kurz unterhalten, aber wir beide wahren müde da wir auch die Nacht davor nicht gerade viel Schlaf bekommen hatten. Am Mittwoch Abend waren wir zusammen mit den meisten Schülern aus beiden CAE-Kursen bei einem Macklemore Konzert.
Jedoch ist uns beiden das einschlafen nichtleicht gefallen. Ich glaube wir hatten beide das Gefühl das irgendwo kleine Tiere im Zimmer rum krabbeln und auch die Betten wirkten nicht gerade wie die saubesten.
Am nächsten Morgen hatte ich echt Schwierigkeiten mich dazu zu überwinden duschen zu gehen. Ich habe noch nie so dreckige Duschen gesehen und beim Campen sieht man für gewöhnlich ja so einiges in Sachen Sahitäranlagen. Chris und ich haben dann jedoch beide im Schnellgang geduscht und sind danach auch gleich abgefahren. Ich war echt froh das ich mir zu 100% sicher sein konnte das ich nicht noch eine Nacht in diesem Hostel schlafen muss.
Der Himmel in Turangi war grau und sah für unser Vorhaben nicht gerade vielversprechend aus. Jedoch war das Wetter in Taupo selber besser, auch wenn es gerade mal 50 Kilometer weiter nördlich liegt.
Wir sind jedoch etwas spät losgefahren und waren aus diesem Grund etwa 10 Minnten zu spät am Flugplatz von Taupo. Da wir jedoch von unterwegs dort angerufen hatten wussten sie dort bescheid und uns war klar das es kein Problem sein wird. Für diesen Morgen hatten wir eine Skydive für 9 Uhr 20 gebucht. Es gab erst eine kurze Einführung und dann ging es auch schon los. Zum Skydiving werde ich in einem weiteren Eintrag jedoch noch genauer etwas schreiben. Das würde jetzt hier dann nur die Überhand nehmen.
Wir habe also Skydiving gemacht und waren insgesamt 5 Leute im Flugzug, 4 deutsche und wo der fünfte her kam weiß ich nicht.
Mit den beiden anderen deutschen haben Chris und ich uns nach dem Sprung noch in Taupo auf einen Dring getroffen. Wir saßen etwa eine Stunde zusammen und haben uns echt gut verstanden.
Danach sind haben Chris und ich uns auf den Weg nach New Plymouth gemacht, dort haben wir uns dann mit Chris Gastfamilie getroffen.
Der Weg dorthin war jedoch echt nicht von dieser Welt. Chris und ich habe den 'Forgotten World Highway' genommen und um ganz ehrlich zu sein beschreibt der Name des Highways die Umgebung perfekt. Wir sind einfach mal gute 2 Stunden durch die Pampa gefahren ohne auch nur ein eisiges Haus oder sonst irgendetwas zu sehn. Am Anfang waren auf der Straße ja noch ein paar Autos, aber auch die sind irgendwann verschwunden. Dann gab es nur noch die Straße, die Pflanzen und uns. Wenn ich ganz ehrlich bin dann kann man den Highway als alles bezeichnen nur nicht als Highway. Am Anfang glich er einer Landstraße, aber auch davon konnte irgendwann nicht mehr die Rede sein. Ab einem gewissen Punkt sind wir gefühlt durch eine Art Walt gefahren und die Straße war fast einspurig. Bevor es jedoch ganz schlimm mit er Straße wurde hatten wir ganz tolle 'Brücken'. Die Straße selber wahr zweispurig jedoch hatten die Brücken nur noch eine Spur. Ich hätte das als Geld und Material sparend bezeichnend wenn danach nicht noch etwas gekommen währe was diese Beschreibung 1000 Mal mehr verdien hatte.
Während wir also durch diese Art Wals gefahren sind haben wir auf einem gesehen wir der Asphalt aufhört und die Straße zu einer Schotterpiste geworden ist. Unser Highway hat sich in eine Schotterpiste verwandelt und ehe ihr euch jetzt fragt... Ja es ist immer noch ein Highway gewesen nur halt ohne Asphalt und einer auf dem man nur noch 50 Km/h statt 100 Km/h fahren konnte. Diese Schotterpiste war ungefähr 20 Millimeter lang oder vielleicht auch länger, ich weiß es nicht mehr so genau. Jedenfalls ist das wirklich Geld und Materialsparend. So etwas kann man auch nur auf neuseeländischen Straßen finden. Auf diesem Teil der Stärke waren nur die Brücken asphaltiert und über diese Tatsache wahr ich dann doch echt froh. Ihr könnt euch nicht vorstellen wir froh Chris und ich wahren als wir gesehen haben das wir wieder auf eine normale Straße kommen. Eine Straße auf dem man wieder vernünftig fahren kann und wo das Auto nicht komplett schmutzig wird.
Die Langschaft selber war eigentlich echt schön, hat sich jedoch entlang des Weges immer wieder wiederholt.
Als wir schon wieder eine Weile Asphalt unter den Reifen hatten ist Chris und mir aufgefallen das sich unser Weg und der des Zuges recht oft kreuzen. Ich glaube am Ende haben wir die Gleise um die 8-10 Mal überquert. Was meiner Meinung nach echt viel ist und auch nicht gerade üblich. Während wir also neben der Zugstrecke langgefahren sind und diese überquert haben, hat sich uns die Frage gestellt wie die Züge dort wohl fahren. Wir haben die ganze Zeit nicht einmal einen Zig gesehen. Somit haben wir einfach mal so ein paar Vermutungen aufgestellt, aber was jetzt die Wahrheit ist wissen wir nicht. So sehr har uns die Frage dann doch nicht interessiert.
Gegen halb 6 sind wir dann endlich in New Plymouth angekommen, ab dann mussten wir nur noch die Gastfamilie von Chris finde. Dieses Vorhaben war auf der einen Seite recht leicht, auf der anderen Seite jedoch auch schwer. Da an diesem Wochenende ein Festival in New Plymouth war, wurden Campingplätze aufgebaut auf denen die Festivalbesucher schlafen konnten. Chris und ich haben also versucht auf den Campingplatz zu kommen ohne uns ein Ticket für die Veranstaltung kaufen zu müssen. Jedoch ging das nicht oder sie haben es zu mindestens nicht gemacht. Ehe wir mit unserem Auto doof dort in der Gegend rumstehen sind wir runter in die Stadt um etwas für unser Abendbrot und das Frühstück, am nächsten Morgen, zu besorgen. Als wir wieder zurück zur Anlage gefahren sind haben wir festgestellt das die Kontrollen lockerer geworden sind und somit haben wir es noch einmal probiert auf den Parkplatz des Platzes zu kommen und dieses mal hat es auch wirklich geklappt. Wir haben dem Aufseher einfach gesagt das wir etwas abgeben wollen und er meinte nur das wir einfach auf den Parkplatz fahren sollen. Das haben wir auch gemacht, nur das wir halt nichts abgegeben haben sondern einfach dort geblieben sind. Wir haben also mit der Gastmutter und den beiden Gastgeschwistern von Chris in einem Zelt geschlafen. Ich war echt froh, da seine Familie Sachen für mich mitgenommen hat ansonsten währe ich echt aufgeschmissen gewesen.
Chris ging es nicht so gut und er hat sich dann auch recht schnell schlafen gelegt.
Am nächsten Morgen hat eigentlich jeder so sein Ding gemacht. Da es Chris immer noch nicht wirklich besser ging ist er die ganze Zeit im Zelt liegen geblieben. Gegen 12 hatte ich keine Lust mehr auf dem Platz zu bleiben und habe Chris gesagt das ich in die Stadt fahren werde um mir diese ein bisschen genauer anzusehen. Mein Fazit ist... New Plymouth ist nicht gerade spannend und ich muss dort nicht noch ein zweites mal hinfahren. Ich habe mich im Besucherzentrum darüber informiert was ich vor Ort so alles machen kann und habe mich dann entschieden eine zweistündige Wanderung zu machen. Jedoch bin ich gerade mal 10 Minuten gelaufen als es angefangen hat zu regnen und somit ist mir die Lust darauf vergangen. Ich habe mich dann also ins Auto gesetzt und bin zum Ende des Wanderweges gefahren weil ich gehört habe das es dort eine ganz schöne Brücke geben soll. Dort Angekommen war ich dann jedoch nicht wirklich überzeugt von der Brücke... Ihr könnt euch selber ein Bild davon machen wenn ihr sie euch auf meinen Fotos anseht.
Nach dem ich dort war bin ich wieder zurück zum Platz gefahren. Chris ging es immer noch nicht wirklich besser, aber er ist immerhin mal aufgestanden... es war ja schließlich auch schon halb 5. Zusammen haben wir uns dann in das Gebäude gesetzt wo es die Klos und Duschen gab um unsere Handys zu laden. Dabei haben wir uns unterhalten und ein paar Spiele auf seinem Handy gegeneinander gespielt. Irgendwann sind wir wieder zurück zum Zelt gegangen und kurz nach uns ist dann auch Chris Familie eingetroffen um zu Abend zu essen. Nach dem Essen sie die dann wieder zurück zum Festival gegangen.
Gegen 9 Ihr sind sie wieder zurück gekommen da die kleine ins Bett musst. Chris und ich haben zusammen auf sie aufgepasst währen die Mutter und der ältere Sohn wieder zurück zum Festival sind. Wir habe mit der kleinen ein bisschen rumgealbert und am Ende hatte Chris echt Schwierigkeiten sie zum schlafen zu bewegen, aber er hat es dann doch geschafft. Die kleine hat geschlafen als die Mutter mit dem Sohn wieder zurück gekommen ist. Sie ist jedoch nicht geblieben sonder ist noch mal zurück gegangen währen Chris und ich nun auf beide Kinder aufgepasst haben. Dieses Aufpassen hat darin bestanden das wir uns schlafen gelegt haben.
In dieser Nacht ist es ein bisschen stürmisch geworden, jedoch bei weitem nicht so schlimm wie man es sich vorstellt wenn man die Warnung von eine Zyklon bekommt. Das Zelt war sehr groß und nicht grade fest gespannt, weshalb es viel schlimmer geklungen hat alles es wirklich war.
Am Sonntag Morgen sind Chris und ich um kurz nach 8 wieder nach Wellington aufgebrochen. Wir haben noch einen kurzen Zwischenstop beim Supermarkt gemacht damit sich Chris etwas zum frühstücken kaufen konnten und danach sind wir eigentlich non-stop nach Wellington gefahren. Wir waren dann auch schon um kurz nach 1 in Wellington, deutlich früher als wir erwartet hätten. Chris hat mich sogar wieder nach Hause gefahren und dann das Auto alleine zurück gebracht. Bevor er jedoch wieder gefahren ist, ist er noch kurz mit rein gekommen und wir hatten wieder ein kurzes Gespräch mit meiner Gastmutter.
Es war ein echt sehr schönes Wochenende und das verpassen der Schule am Freitag war es echt wert. Ich glaube nämlich nicht das wir am Samstag hätten springen können und das war eigentlich unser Plan gewesen. Manchmal muss man einfach das machen wozu man Lust hat und zwar egal ob das mit etwas anderem kollidiert oder nicht. In den wenigsten Fällen wird man es bereuen. Ich hätte es wahrscheinlich nur betreut wenn wir am Freitag nicht hätten springen können, aber das ist ja nicht eingetroffen!
Der Weg von Taupo nach New Plymouth
Jeder Mensch hat seine ganz eigene Interpretation
von dem Wort Highway
Das nennen sie Brücke auf einem Highway
Das nenne ich eher Landstraße und nicht Highway
Die drei Bilder zeigen wohl eher eine Schotterpiste
als einen Highway, aber diese Straße hat den Namen
Highway 45, also ist es ganz klar ein Highway
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