Sonntag, 26. Januar 2014

Mautuoapa

Über Weihnachten habe ich mich, für eine Woche, mit meiner Gastfamilie auf in den Sommerurlaub gemacht. Unser Zeil war der kleine Ort Mautuoapa am Lake Taupo. Am 22.12 haben wir uns Morgens um halb sieben ins Auto besetzt und waren so am Mittag an unserem Zeilort.
In Mautuoapa hat meine Gastfamilie ein kleines Ferienhaus von einem Freund gemietet, welches genau am See liegt. Aufgrund der Lage hatten wir einen super Ausblick auf den See.
Eigentlich ist Mautuopa kein richtiger Ort, sondern eher eine Ansammlung von Ferienhäusern. Es gibt ein Kaffe und den See. Man sollte also hoffen das man die ganze Zeit gutes Wetter hat. Wir haben das natürlich auch gehofft, leider hatten wir damit kein Glück. Es war die meiste Zeit nicht gerade war und der Himmel war eigentlich immer mit Wolken verhangen. Außerdem hat es recht oft geregnet. Wir haben also jede Gelegenheit genutzt, die sich uns geboten hat, um mit dem Boot raus auf den See zu fahren. Das hieß dann, dass wir fast jeden Morgen vor dem Frühstück raus auf den See sind um ein bisschen Wassersport zu betreiben. Am Morgen hatten wir immer die besten Wetterbedingungen. Kate und Fraser sind die meiste Zeit auf einem Luftkissen hinter dem Boot hergezogen worden, wobei Kate auch Wasserski ausprobiert hat. Penny, Jason und ich haben uns für Wakeboarden entschieden. Ich habe zwar auch zwei mal das Luftkissen ausprobiert, muss jedoch sagen das es nicht gerade mein Ding ist.

Wakeboarden macht echt spaß, auch wenn ich immer immer noch für Wintersport bin. Am Anfang war ich etwas skeptisch wie gut ich es hinbekommen werde. Da ich jedoch sehr schnell bemerkt habe das ich Ähnliche Bewegungen wie beim Snowboarden benutzen kann, ist es mir dann doch sehr leicht gefallen.
In den ersten paar Tagen hat es mir echt spaß gemacht, aber so nach und nach war dann bei mir ein bisschen die Luft raus und meine Lust aufs Wakeboarden ist immer weiter geschrumpft.
Eine Sache die recht hart war, war die Wassertemperatur. Laut Thermometer lag die Wassertemperatur immer so zwischen 16°C und 18°C, aber gefühlt war es viel kälter im Wasser. Zum Glück hatte man das Gefühl nur am Anfang und dann hat sich das Wasser doch deutlich wärmer angefühlt.

Leider hatten wir auch den ein oder anderen Regenschauer und das hieß dann, im Haus sitzen und lesen. In den Momenten habe ich mich echt immer gelangweilt und leider gab es davon nicht wenige Momente. Mautuoapa ist einfach ein Ort für Sonnenschein und nicht für Regen.
An einem Tag sind wir zu einer nahegelegenen Stadt gefahren um dort eine kleine Wanderung zu machen. Okay wenn ich ehrlich bin, dann bin ich gelaufen und meine Gastfamilie hat eine Fahrradtour gemacht. Für den Weg habe ich etwa einer Stunde gebraucht und war damit etwa 20 Minuten schneller als die anderen, sie haben aber auch eine größere Runde gedreht.
Der Wanderweg war jetzt ganz schön, aber halt auch nichts besonderes. Die meiste Zeit ist man einfach nur zwischen Büschen langgelaufen so das man den Fluss nur hören konnte. Den Flus sehen konnte ich erst recht spät und auch dann wurde es nicht viel spannender vom Bild.

Am letzten Abend haben wir einen kleine Spaziergang zu einem Aussichtspunkt über Mautuoapa gemacht. Das ganze hat etwa 20 Minuten gedauert und da sind der Hin- und der Rückweg mit einbezogen. Von dem Aussichtspunkt hatte man einen super Blick über den See und dafür hat es sich für mich auf jeden Fall gelohnt.

Wie ich am Anfang ja schon gesagt habe, dies war mein Urlaub über Weihnachten. Ich habe also ein neuseeländisches Weihnachtsfest verbracht. Man kann es nicht im geringsten mit einem deutschen Weihnachtsfest vergleichen, es ist eigentlich eher wie das in England. Hier gibt es die Geschenke nicht am Abend des 24.12 sondern erst am Morgen des 25.12. Das war für mich schon mal das erste was etwas komisch war. Außerdem gibt es kleine Säckchen mit ein paar Geschenken für die Kinder, damit sie beschäftigt sind.
Da wir im Urlaub waren gab es weder einen Weihnachtsbaum noch irgendwelche anderen Zweige. Unsere Geschenke lagen alle vor dem Kamin in dem Haus, der Kamin wurde vorher mit Bildern von Olivenzweigen geschmückt. Außerdem hing eine blaue Lichterkette einmal um das Schornsteinrohr. Für mich sah dieser geschmückte Kamin alles andere als schön aus.
Meine Gastfamilie macht es so, dass jeder immer ein Geschenk auspackt und zwar so das es immer nur einer ist. Da meine Gastkinder noch an den Weihnachtsmann glauben, gab es sowohl Geschenke von den Eltern, der Familie, Freunden und von Weihnachtsmann.
Beim Mittagessen gab es dann das nächste typische für ein neuseeländische Weihnachtsfest. Hier gibt es immer als Tischdekoration Knallbonbons. In diesen befindet sich jeweils eine Papierkrone, ein Rätsel und irgendeine Kleinigkeit die man eigentlich nicht braucht.
Da wir im Urlaub waren und nur fünf Personen gab es kein typisches Weihnachtsessen, zu dem auf jedem Fall immer ein Schinken mit Knochen gehört.
Es war ein netter Weihnachtsfest, aber um ganz ehrlich zu sein... Ich bevorzuge dann doch das abendliche Fest im Winter.


So feiert man Weihnachten auf der anderen
Seite der Erde

















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